Ihr Lieben,

„Jürgen!“

Wir haben uns angeschaut. Mein Mann und ich.

Hatte unsere Katze gerade tatsächlich seinen Namen gerufen?

Und dann sagte sie es noch einmal.

„Jürgen!“

Mit einer Stimme, die sich für uns wie menschliches Sprechen anhörte.

Aber vielleicht erzähle ich Euch die Geschichte lieber von Anfang an. Denn Shine ist schon eine ganz besondere Katze. ❤️

Die Straßenkatze, die bei uns einzog

Wir waren in Spanien, als Shine in unser Leben kam.

Sie lebte auf der Straße, hatte aber irgendwann beschlossen, Kontakt mit uns aufzunehmen. Anfangs kam sie nur zu Besuch. Dann immer öfter. Und irgendwann blieb sie auch immer länger.

Wer Shine kennt, weiß, dass diese Katze eine richtige Quasselstrippe ist. 😂

Wenn sie einmal loslegt, könnte man meinen, sie erzählt ganze Podcasts. Sie miaut nicht einfach nur. Sie scheint regelrechte Gespräche zu führen, mit allem, was dazugehört.

Aber was wir eines Abends erlebten, war selbst für Shine außergewöhnlich.

Eine kleine Höhle unter dem Waschbecken

Wir hatten Shine in Spanien kastrieren lassen.

Nach der Operation ging es ihr nicht besonders gut. Sie brauchte Ruhe und einen geschützten Platz, an dem sie sich sicher fühlte.

Im Badezimmer hatten wir ihr unter dem Waschbecken eine kleine Höhle eingerichtet. Dort stand ihr Körbchen, und dort zog sie sich am liebsten zurück.

An diesem Abend lag sie in ihrem Körbchen.

Und plötzlich hörten wir es.

„Jürgen!“

Wir schauten uns ungläubig an.

Dann rief sie noch einmal.

„Jürgen!“

Ich weiß noch, wie wir beide dastanden und uns fragten, ob wir gerade richtig gehört hatten.

Eine Katze, die den Namen meines Mannes ruft?

Das klingt unglaublich. Ich weiß!

Und hätte Jürgen es damals nicht ebenfalls gehört, würde ich vielleicht selbst bis heute daran zweifeln, was ich wahrgenommen habe.

Das Lustige ist: Ich frage meinen Mann manchmal noch heute:

„Du, kannst Du Dich eigentlich erinnern, dass Shine damals tatsächlich Jürgen gesagt hat?“

Dann kommt meistens ein etwas zerknirschtes:

„Ja, ja.“

Fast so, als würde er denken: Oh Gott, jetzt habe ich das auch noch gehört und muss es ihr bestätigen! 😂

Aber genau das macht dieses Erlebnis für mich so besonders.

Wir haben es beide gehört.

Was passiert, wenn wir etwas wahrnehmen, das wir uns nicht erklären können?

Es erinnert mich an eine andere Geschichte, die ebenfalls in meinem Buch steht.

Die Geschichte von Patricia und ihrem Hund Jürgen.

Als Jürgen ihr Hund noch lebte, hatte ich mich eines Abends mit ihm verbunden und mit ihm gesprochen.

Am nächsten Morgen fragte mich Patricia:

„Sag mal, Claudia, hast Du gestern Abend mit Jürgen gesprochen?“

„Ja“, antwortete ich.

Und sie sagte:

„Das habe ich wahrgenommen.“

Ich fand das damals wunderschön.

Für Patricia war es allerdings nicht so einfach.

Viele Jahre später, als sie mein Buch als Testleserin las, sprachen wir noch einmal darüber.

Sie erzählte mir, dass ihr diese Wahrnehmung damals Angst gemacht hatte und sie wollte das eigentlich gar nicht wahrhaben.

Ich hatte gedacht, sie hätte dieses Erlebnis längst vergessen. Aber nein. Sie erinnerte sich noch ganz genau daran.

Das hat mich sehr berührt.

Denn wie oft erleben Menschen etwas, das sie nicht einordnen können?

Vielleicht hören sie etwas Ungewöhnliches. Vielleicht spüren sie etwas, das sie sich nicht erklären können. Oder sie nehmen etwas wahr, das so gar nicht zu dem passt, was sie bisher für möglich gehalten haben.

Manche sprechen darüber.

Andere behalten es lieber für sich.

Und manche brauchen Jahre, bis sie sich trauen, überhaupt noch einmal davon zu erzählen.

Ich finde, wir müssen nicht für alles sofort eine Erklärung haben.

Manchmal dürfen wir einfach sagen:

„Das habe ich erlebt. Und ich weiß bis heute nicht, wie das möglich war.“

Und Shine? Die redet natürlich immer noch! 😂

Unsere kleine Quasselstrippe hat uns inzwischen unzählige Geschichten erzählt. Zumindest hört es sich so an.

Wenn sie wieder einmal ihren nächsten Podcast startet, muss ich öfter an diesen Abend in Spanien denken.

Wer die ganze Geschichte von Shine kennenlernen möchte: Auf meinem YouTube-Kanal „Seelensprachen Claudia Döhler“ gibt es auch ein Video über unsere sprechende Katze. Du findest es unter diesem Blogbeitrag.

Wenn Tiere unser Leben berühren

Shine und Patricia mit ihrem Hund Jürgen sind nur zwei der Geschichten, die ich in meinem Buch

„Fabelhafte Tiergeschichten – Wenn all diese Wesen unser Leben berühren“

erzähle.

Es sind wahre Erlebnisse aus meinem Leben. Manche sind unglaublich, manche traurig, manche urkomisch. Und alle haben auf ihre Weise etwas in mir bewegt.

Ich wünsche mir, dass diese Geschichten noch viele Menschen erreichen. Menschen, die Tiere lieben, gerne lachen, manchmal staunen und offen dafür sind, die Welt vielleicht auch einmal mit anderen Augen zu betrachten.

Deshalb habe ich mir etwas überlegt:

📖 Für sieben Tage gibt es die Kindle-Ausgabe meiner Fabelhaften Tiergeschichten zum Kennenlernpreis von 3,99 € statt 7,99 €.

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Vielleicht hast Du ja selbst schon einmal etwas mit einem Tier erlebt, das Du Dir bis heute nicht erklären kannst?

Dann erzähle es mir gerne. Ich liebe solche Geschichten!

Mit ganz viel Licht und Liebe

Claudia Elisa ❤️🐾

 

 

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