Warum gibt es plötzlich keine Zecken mehr?
Letztes Jahr war es fast unerträglich.
Sobald ich mit meiner Hündin Sissy durch den Wald ging, hatte sie regelrecht die Zecken angezogen. Manchmal hatte sie 30 bis 50 Zecken an ihrem Körper, sie wirkte wie ein Zeckenmagnet. Obwohl sie geschützt war, obwohl ich sie mehrfach täglich abgesucht habe, hatten sich auch immer wieder ein paar Zecken festgebissen, es war ein ständiger Stress. Auch im Park waren Zecken ein großes Thema. Dazu kamen Rattensichtungen in unserem Garten. Ich musste sogar mein Vogelhaus abbauen, weil meine Nachbarn immer wieder Ratten dort gesehen hatten.
Und dieses Jahr?
Dieses Jahr ist alles anders.
Wenn wir heute durch den Wald gehen, springen vielleicht zwei oder drei Zecken auf Sissy. Aber sie bleiben nicht. Ich sehe sie sofort und kann sie einfach entfernen. Im Park haben wir überhaupt kein Thema mehr mit Zecken, als würde es gar keine Zecken geben. Im Garten: Keine Mäuse. Keine Ratten.
Stattdessen zeigen sich wieder Eichhörnchen im Garten. Igel sind eingezogen. Wundervolle kleine Wesen, die abends ihr Futter bekommen und morgens manchmal sogar etwas übrig lassen. Die Natur wirkt friedlich. Weich und völlig Harmonisch.
Und ich habe mich gefragt:Warum?
Sind die Zecken plötzlich freundlicher geworden?Riecht mein Hund anders?Oder hat sich vielleicht etwas ganz anderes verändert?
Ja.Es hat sich etwas verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich bin mehr bei mir angekommen.
Nicht perfekt und auch nicht dauerhaft in einer einzigen „hohen Schwingung“. Denn das Leben verläuft in Wellen, mit 61 Jahren weiß ich das. Auch ich war in meinem Leben immer wieder klar, geerdet und verbunden und dann wieder erschöpft, verletzt oder verloren. Doch die letzten zwei Jahre waren für mich noch einmal eine tiefe Reise zu mir selbst.
Ich durfte wirklich hinschauen. Nicht nur oberflächlich. Sondern tief und das war nicht einfach und oft auch schmerzlich. Ich durfte erkennen, wo ich mich selbst verloren hatte, wo ich mich angepasst habe, wo ich meine eigenen Gefühle nicht ernst genommen habe. Und ich durfte anfangen, mich noch stärker zu fühlen und mit noch weniger Filter zu sprechen.
Heute spüre ich sehr schnell, was mir guttut und was nicht. Ich merke, welche Gespräche mich nähren und welche mir Energie rauben. Ich spüre Menschen anders. Ich spüre Räume anders. Ich spüre vor allem mich selbst noch viel deutlicher.
Und genau dadurch verändert sich auch mein Außen.
Vielleicht klingt das für manche Menschen verrückt. Aber Tiere und die Natur reagieren unglaublich fein auf unser inneres Feld. Sie spüren, ob wir innerlich klar sind oder völlig überfordert. Sie spüren Unruhe. Druck. Angst. Aber eben auch Frieden, Sicherheit und Liebe.
Ich habe in den letzten Jahren viel gebetet. Sehr viel sogar. Ich habe mich immer wieder bewusst entschieden, nicht im Schmerz stehenzubleiben. Nicht im Drama und nicht in der Angst. Und Schwinge Glücklich hat mich durch diese Zeit getragen. Die Morgenmeditationen, das gemeinsame Durchlichten, dieses immer wieder Ankommen im Herzen und im Hier und Jetzt.
Vielleicht ist genau dadurch wieder Harmonie entstanden. Erst in mir. Und dann Stück für Stück auch um mich herum.
Denn dieses Jahr haben wir keine Ratten mehr im Garten. Keine Mäuse. Dafür Igel. Eichhörnchen. Vögel, die sich wohlfühlen und nisten. Und sogar Tauben wollten sich einnisten.
Und ich weiß, viele Menschen lachen über sowas. Aber ich habe die Tauben wirklich gebeten, sich einen anderen Platz zu suchen. Nicht weil ich sie nicht mag. Sondern weil ich wusste, dass sie hier auf Dauer keine Ruhe hätten, denn meine Nachbarn hassen Tauben (ja das sagen sie). Ich habe den Tauben Engel geschickt und darum gebeten, dass sie einen friedlichen Ort finden, hier wären sie nicht froh geworden. Das Thema Tauben zeigt gerade ganz viel, aber das ist Stoff für eine eigene Geschichte.
Und die Tauben, sie sind wirklich weitergezogen.
Manchmal glaube ich wirklich, dass auch die Natur ständig mit uns spricht und uns spiegelt. Nicht mit Worten. Sondern durch Zeichen und Begegnungen. Veränderungen. Durch das, was plötzlich auftaucht oder verschwindet.
Vielleicht ziehen sich manche Dinge nicht deshalb zurück, weil wir sie bekämpfen, sondern weil wir innerlich klarer werden.
Weil wir wieder mehr bei uns sind.
Weil wir aufhören, ständig gegen alles anzukämpfen und anfangen, bewusster zu leben, bewusster zu fühlen und bewusster mit allem um uns herum umzugehen.
Und vielleicht verändert genau das am Ende viel mehr, als wir jemals gedacht hätten. 💛

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