Im Herzen ankommen verbindet uns automatisch mit der Natur. Wir lieben alle Wildtiere und die Insekten. Mir haben es besonders die Vögel und die Bienen angetan. Jeden Tag überlege ich, wie ich ihnen ihr Leben verbessern kann. Mein Vogelhäuschen im Vorgarten wird fleißig besucht und die Vögel futtern seit April mehr als an den kältesten Wintertagen. Zwei bis drei Tauben finden sich neben den „erwünschten Vögeln“ auch täglich ein um sich in ein viel zu kleines Vogelhaus hineinzupressen. Nun habe ich weitere Barrieren am Häuschen angebracht um ihnen das Eindringen zu erschweren, da ich gesehen habe das die kleineren Vögel sich dann nicht mehr in das Vogelhaus trauen. Irgendwie hat mich das gierige picken der Tauben im Herzen berührt und ich fing an über die Taube im Internet zu recherchieren. Warum ist die Taube eigentlich so unbeliebt bei uns Städtern? Die Taube, die sogar das Symbol des Heiligen Geistes ist oder als Friedenstaube eine wichtige Symbolkraft besitzt oder während der Sintflut von Noah losgeschickt wurde um nach Land zu suchen. Auch bei den Schamanen gilt die Taube als ein magisches Kraftier, das uns Zuversicht, Harmonie und Frieden bringt und ja dann fällt mir noch die Brieftaube ein.  Fragen über Fragen. Warum hassen wir Tauben? Sie kacken alles voll und vermehren sich rasend schnell, weltweit gibt es geschätzt 170 bis 340 Millionen Tauben. Massvernichtende Aktionen haben nichts gebracht und selbst das Fütterungsverbot für Tauben zeigte keine Veränderung der Bestände. In manchen Städten gibt es Taubenhäuser, das scheint bis jetzt am meisten zu bringen. Dort werden die Tauben gefüttert und es werden ihnen die Eier weggenommen und durch Attrappen ersetzt. Die Tauben fühlen sich dort wohl, die Taubenschläge werden gereinigt und die Städte sind so gut wie taubenfrei. Ich hoffe, diese Taubenhäuser werden sich in weiteren Städten durchsetzen, damit wir uns in Zukunft wieder freuen können einem dieser klugen und schönen Vögel vorurteilsfrei begegnen zu können. Übringens für alle, die Angst vor Krankheiten haben, Tauben können nicht mehr Krankheiten auf Menschen übertragen wie Katzen, Hunde oder alle anderen Tiere.

Weitere Besucher des Futterhäuschen sind die frechen Spatzen, Drosseln, Blaumeisen und die schüchternen Amseln, die sich erst hintrauen wenn die anderen Vögel genug haben. Im Winter haben sich zwei Eichelhäher morgens ihre Nüsse abgeholt. Ab und zu saß auch ein pummeliges Eichhörnchen im Häuschen, aber nur im Winter. Es macht einfach Spaß die Vögel zu beobachten und ihnen ein wenig Unterstützung zu bieten.

Seit das Wetter besser ist, habe ich meinen Balkon wieder in Ordnung gebracht und es gibt ein Insektenhotel eine Vogeltränke und bienenfreundliche Blumen. Bitte denkt auch daran, Eure Honiggläser zu reinigen, bevor sie im Glascontainer landen, da Importhonig eine Seuchengefahr darstellt und für unsere einheimischen Bienen tödlich sein kann.

Wenn wir Menschen wieder beginnen uns als einen Teil der Natur wahrzunehmen, dann teilen wir auch unseren Wohlstand mit der Natur. Denn unser Leben hat sich verändert und ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich erhole mich auf meinem Balkon, lausche gerne dem Vogelgezwitscher und freue mich wenn ich ein Bienchen fliegen sehe oder einen Schmetterling. Nur wenn jeder einzelne die Verantwortung im kleinen übernimmt, kann die Natur sich ihr kleines Stück in der Stadt zurückerobern. Morgen ist ja der 1. Mai und da geht es traditionell in die Natur zum wandern, dabei wünschen Mia & ich allen viel Spaß und gute Erholung <3

Und so versteht es glaub ich jeder 😉